Die Italienische Küche

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Bei Deutschen, Österreichern und Schweizern ist die Italienische Küche die mit Abstand beliebteste. Leider ist jedoch vieles, das sich der Hobby- und Berufsköche in diesen Ländern ausdenken, von der "real existierenden" Italienischen Küche weit entfernt.

Wir versorgen Sie direkt aus Italien mit Informationen über die originäre Italienische Küche so, wie sie hierzulande wirklich ist: schlicht und gut.


Geschichte und Entwicklung der Italienischen Küche

GamberoniIst es überhaupt möglich, die Italienische Küche mit wenigen Worten zu beschreiben? Wir wagen einen Versuch und betrachten dabei zunächst ihre Geschichte.

Die Bereitung einfacher und dennoch raffinierter Speisen wurde schon in der römischen Antike als Kunst angesehen. Zeugnisse dafür finden wir in den Werken von berühmten Philosophen und Schriftstellern wie Seneca, Petron, Martia und anderen - ganz zu schweigen von Lucullus.

Während in der Kaiserzeit die kulinarische Kunst eher vernachlässigt wurde, wurde sie im Mittelalter, vor allem in der Zeit des "Rinascimento" (Renaissance), die ihre Wiege in Italien hat, wiedergeboren. Nicht nur in feudalen Burgen und Klöstern, sondern auch in den Behausungen des kleinen Mannes nahm die Bereitung einfacher, schmackhafter Mahlzeiten einen bedeutenden Platz ein.

GamberoniIn der Neuzeit, vor allem im Zuge der Globalisierung der letzten Jahrzehnte, hat sich auch die Italienische Küche stark verändert. Auch in Italien herrscht gemeinhin ein gewisser Wohlstand, der es den Menschen erlaubt, wesentlich häufiger ins Restaurant zu gehen als zu früheren Zeiten. So lernen auch die Italiener - von ihrer eigenen Küche nach wie vor sehr überzeugt - die Esskultur anderer Länder kennen, und die Eigenarten dieser Küchen beeinflussen auch die Italienische Küche. Köche sind daher heute vor die Aufgabe gestellt, ihren jungen und aufgeklärten Gästen neues zu bieten und nicht in alten Traditionen zu verharren. Ausserdem wird inzwischen auch in Italien viel Wert auf den Nährwert und die Herkunft der Rohstoffe gelegt. Die moderne Ernährungswissenschaft trägt so auch in Italien zu einer Veränderung der Essgewohnheiten und der sozio-ökonomischen Kultur bei.

Die Italienische Küche unterscheidet sich gleichwohl auch heute wesentlich von allen anderen nationalen Küchen. Ihre Hauptmerkmale sind ihre Einfachheit und ihre regionale Vielfalt. Wenn Sie das gleiche Gericht in der Toskana, in der Lombardei, in Ligurien oder in Kampanien essen, werden Sie stets unterschiedliche Charakteristika vorfinden. Diese regionale Diversifizierung ist und bleibt das typischste Merkmal der Italienischen Küche. Und wahrscheinlich ist es genau diese schier unendlich anmutende Vielfalt, welche die Italienische Küche zur gefragtesten der Welt gemacht hat.

Diese Beliebtheit hat, wie eingangs erwähnt, indessen auch ihre Schattenseiten. So ist vieles, was man heute auf Speisekarten und in massenweise veröffentlichten Rezepten in Deutschland, Österreich und der Schweiz vorfindet, wirklich nur als Unsinn anzusehen und sorgt bei Italienischen Reisenden nicht selten für Kopfschütteln. Auf den folgenden Seiten widmen wir uns daher stets der originären Zubereitungsart, also jener, die in der Region vorherrscht, aus der das Gericht stammt und seine Tradition hat.